In der Traditionellen Chinesischen Medizin steht der Frühling nicht nur für den Jahresbeginn, der mit Themen wie Wachstum und Erneuerung verbunden ist. Der Frühling hat eine enorme schöpferische Kraft, die Veränderungen ermöglicht, Kreativität schenkt und damit auch alle (Neu-) Anfänge im Leben symbolisiert.
Der Frühling gehört zum Element Holz
Aber nicht nur Jahreszeiten, sondern auch Organe und Körperfunktionen werden in der TCM einem der fünf Elemente zugeordnet. Zum Element Holz gehören aus Sicht der TCM die Leber und die Gallenblase. Die Aufgabe der Leber ist die Planung. Außerdem sorgt sie dafür, dass alles reibungslos fließt. Ihr Partnerorgan, die Gallenblase, ist dabei die treibende Kraft, die uns Antrieb und Mut zur Veränderung gibt und die Eigeninitiative anregt, die Ideen der Leber umzusetzen.
Emotionen sind Qi-Bewegungen
Mit dem Frühling ist auch die Emotion Wut verbunden. Diese eher negativ besetzte Emotion kann uns helfen, Herausforderungen zu meistern, für unsere Bedürfnisse einzustehen, unsere Grenzen zu wahren und unsere Ziele zu verfolgen. Wichtig ist, dass wir in der Lage sind, unsere Emotionen zu erkennen, zu akzeptieren und auf gesunde Weise zu regulieren – egal um welche Emotion es sich handelt. Denn im Übermaß und wenn sie zu lange anhalten, können sie zu Stagnation führen und den gleichmäßigen Fluss stören. Emotionale Ausgeglichenheit ist daher eine wichtige Grundlage für ein glückliches und gesundes Leben.
Stress als moderne Version des Klimafaktors Wind
Jedem Element ist auch ein Klimafaktor zugeordnet. Im Frühjahr ist es der Wind. Wind ist unberechenbar, bewegt sich schnell und kann plötzliche Veränderungen hervorrufen. Eine Art von Wind, die mittlerweile allgegenwärtig ist, ist Stress. Gerade im Frühling, wenn alles wieder aktiver wird, wenn man nach dem eher passiven Winter neue Ideen und Pläne in die Tat umsetzen möchte, ist es wichtig, sich nicht dauerhaft zu überfordern. Stress kann sich auf verschiedenste Weise bemerkbar machen. Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gereiztheit, Niedergeschlagenheit, Gedankenkreisen, Konzentrationsprobleme oder Bewältigungsverhalten wie übermäßiger Koffeingenuss oder die Flucht in Süßigkeiten können Anzeichen für zu viel Stress sein. Es ist wichtig, dass wir lernen, Stress langfristig und nachhaltig zu reduzieren, denn er ist nicht nur an der Entstehung vieler moderner Krankheiten beteiligt, sondern kann auch negativ auf unsere Regeneration und unsere Lebensfreude auswirken.
3 Tipps für den Frühling
Tipp 1: Passe deine Ernährung an
– Ersetze hochkalorische Mahlzeiten durch leichtere Kost
– Iss mehr junges, frisches, grünes Gemüse, z.B. als Suppe
– Achte auf eine schonende Zubereitung
– Verwende frische Bitterkräuter
– Reduziere deinen Salzkonsum
Tipp 2: Finde dein emotionales Gleichgewicht
– Nimm dir bewusst Zeit für dich selbst
– Achte auf deine Grenzen
– Kommuniziere deine Bedürfnisse
– Entwickle mehr Verständnis für dich selbst
– Löse dich von negativen Glaubenssätzen
Tipp 3: Lerne Stress dauerhaft zu reduzieren
– Passe dein Zeitmanagement an
– Setze dich weniger unter Druck
– Finde einen passenden Ausgleich
– Achte auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anspannung und Entspannung.
– Setze dir und anderen Grenzen
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